EpicCon 2016

Epic Con or Epic Fail?

Mit der EpicCon ist am letzten Wochenende die letzte größere Convention des Jahres zu Ende gegangen. Von Freitag bis Sonntag haben Cosplayer und Anime-Liebhaber die Halle 3 der Messe Frankfurt bevölkert. Mit ca. 500-800 Besuchern war der Auftakt am Freitag eher mau, dies änderte sich jedoch im Verlauf des nächsten Tages.

Für deutsche Conventions eher unüblich fand die EpicCon nur in der Messehalle statt. Diese war unterteilt in Ausstellerstände auf der einen Seite, Essen, Künstler und Bühnen auf der anderen Seite und Entertainment Area in der Mitte. Insgesamt waren allerdings zum Teil größere Flächen der Halle völlig ungenutzt, wodurch alles etwas kahl wirkte.

Für das Programm gab es insgesamt drei Bühnen und vier Workshopräume, wo zumindest Samstag und Sonntag einiges an Programm stattgefunden hat. An Workshops zum Thema Cosplay waren vor allem Rüstungsbau und Cosplay-Make-up vertratren, es gab aber auch Perückenworkshops, Bildbearbeitung und Bentō. Zwischen den einzelnen Workshops fanden die Panel mit den Cosplay-Gästen statt. Auf der Cosplay-Bühne fanden die beiden Cosplay-Wettbewerbe statt und am Samstag der Auftritt von Shinji Schneider. Matsuri-Bühne und Matsuri Area gehörten beide zum Matsuri-Bereich, der wie der Name schon erahnen lässt, japanische Kultur thematisiert. Hier fanden vor allem traditionell japanische Sachen wie Kendo oder Ikebana statt, aber auch traditionell japanische Musik. Das kleine Matsuri gehörte mit zu den Highlights der noch sehr jungen Convention.

Für Verpflegung sorgte die Messe selbst. Es gab japanische Snacks, Sushi und Ramen, allerdings zu Messepreisen. So kostete eine Portion Karaage mit vier Stückchen Hähnchen 3,50 €. Um wirklich satt zu werden, musste man schon zum nahegelegenen Einkaufszentrum laufen. Der Skyline-Plaza ist allerdings quasi direkt neben dem Eingang der Messehalle 3. Für Sonntag war es allerdings notwendig selbst Verpflegung mitzubringen, wenn man nicht unbedingt viel Geld für Essen loswerden wollte.

An Händlerständen waren die gängigsten Leute vertreten: Cosplayflex, MyCostumes, Yakitori, Mangahändler, Merchendise (Plüschis, T-Shirts, Luckybags, usw.), Copic und ein Händler mit englischen Animes (die deutlich weniger kosten als ihre deutschen Verwandten).

Im Entertainment-Bereich konnte man zum Beispiel Lasertag spielen, am Gladiator Fight teilnehmen, im Menschenkicker Fußball spielen beim Riesenjenga von umfallenden Türmen erschlagen werden oder Bullen reiten. Nintendo hatte am Stand des CosDay e.V. seine eigene kleine Entertainment-Area aufgebaut. Dort konnten wie gewohnt 3DS- und Wii U-Spiele ausprobiert werden. Für das nötige Retro-Feeling sorgte eine Ausgabe des NES Mini.

Für Fotos und Frischluft war der Messeplaza zwischen den einzelnen Hallen zugänglich, wurde allerdings auf Grund der winterlichen Temperaturen kaum genutzt.

Unser Fazit:

Ob die Veranstaltung gelungen war oder nicht, lässt sich selbst im Nachhinein schwer sagen. Es gab gute Dinge und schlechte Dinge. Zu den schlechten Dingen zählte wohl vor allem der hohe Ticketpreis, wenn gefühlt die Hälfte aller Gäste eine Freikarte besaßen. Das war vor allem enttäuschend für diejenigen, die tatsächlich ein Ticket gekauft haben, da diese von den meisten Gästen traurig belächelt wurden. Vom Programm her, gab es schon einiges zu sehen, aber insgesamt war es alles in allem kaum vergleichbar mit unseren anderen großen Cons. Vor allem negativ war die Akustik in der Halle. Da alle Bühnen in derselben Halle standen und es weder eine eingezogene Zwischendecke noch dämpfenden Teppichboden gab, war es nervig laut. Schön war die große Menge an Künstlern, die fleißig ihre Sachen verkauft haben. Das war auch der am meisten besuchte Bereich. Alles in allem hat es sich schon gelohnt, aber ein Tag reicht oll und ganz. Sollte es ein nächstes Mal geben, würden wir – zumindest für einen Tag – wahrscheinlich wieder hinfahren.

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