DoKomi 2017

Groß, größer, Dokomi!

In diesem Jahr wieder wie gewohnt an Pfingsten ist die DoKomi 2017 zuende gegangen. Durch Umbauarbeiten am ursprünglichen Veranstaltungsort, dem Congress Center Süd an der Messe Düsseldorf, musste die Convention auf die Messehallen 12 bis 15 und das CCD Ost ausweichen, konnte dadurch allerdings auch ein deutlich größeres Kontingent an Karten zur Verfügung stellen. Der Vorverkauf zur Veranstaltung begann bereits im Oktober letzten Jahres, startete aber zum Ärgernis vieler Käufer wieder um 0 Uhr. Der Kartenverkauf zum Cosplayball hat wieder sämtliche Rekorde gebrochen, da die Karten für das Event bereits nach 40 Minuten vollständig ausverkauft waren. Im Gegensatz zu den normalen Tickets konnten die Ticketzahlen für den Ball nicht weiter aufgestockt werden, da dieser wie gewohnt im großen Saal des CCD Süd stattgefunden hat. Ein separater Bericht zum Cosplayball kann hier eingesehen werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren standen auch dieses Mal ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Vom Parkplatz zum Eingang der Convention am CCD Ost fuhren mehrere Shuttlebusse, um die Besuchermassen zum Eingang zu bringen. In Sachen Menge und Größe der Busse hat der Veranstalter ordentlich aufgestockt. Beim Einlass kommt allerdings auch schon einer der größten Kritikpunkte des Samstags. Das System des Einlasses war sinnvoll durchdacht. Es gab zwei Schlangen einmal für Besucher, die bereits Karten besaßen und eine für jene, die noch Karten kaufen wollten. Im Inneren der Halle 15 waren die Scanner aufgebaut, mit denen die Tickets gescannt wurden. Hier war den ganzen Morgen über nicht viel los. Einen Falschenhals stellte die Taschenkontrolle der Messe dar. Dort standen zwei bis vier Mitarbeiter der Messe und untersuchten die Taschen, was bei Cosplayern auf Grund von mitgebrachten Koffern schon einiges an Zeit in Anspruch nehmen konnte. Dadurch kam es zu einem extremen Anstau an Besuchern, die zunächst bis an die Straße standen und dann Schlangen über den gesamten Vorhof und die Bushaltestellen bildeten. Es kam zu Wartezeiten von über einer Stunde, wodurch in der ersten Zeit drinnen nicht viel los war und auch die ersten Bühnenprogramme nur wenig Besucher anlocken konnten. Gegen Mittag wurde dann auch die Verkaufsschlange für den regulären Einlass geöffnet und der Anstau löste sich mit der Zeit auf. Am Sonntag kam es nicht mehr zu derartigen Problemen.

 Direkt hinter dem Eingang in Halle 15 befanden sich die größeren Verkaufsstände mit Merchandise, Plüshis, Animes und Mangas. Außerdem befand sich dort auch der Sweet Spice Host Club im etwas höher gelegenen Restaurant. Auch das Maid-Café Lucky Chocolate durfte sich über ein eigenes Restaurant in Halle 16 freuen. Wer eine Karte für das Café ergattern konnte (diese waren in kürzester Zeit vergriffen), der konnte sich auf ein leckeres Stück Kuchen oder eine saftige Waffel freuen, dem Entertainment Programm der Maids lauschen oder mit der eigenen Maid Minispiele spielen. Sowohl im Host Club als auch im Maid-Café konnten abschließend Fotos mit den Bedienenden gemacht werden. Dazu waren extra Fotoecken aufgebaut worden.

In Halle 14 befanden sich die Fanstände mit Zeichnerallee und Fashion Area. Da diese fast die ganze Halle einnahmen und nur je einen Tisch pro Künstler hatten, gab es dementsprechend viele verschiedene Künstler und Werke zu sehen und zu bestaunen. Mit in der Halle befand sich auch der Stand der IOEA, der International Otaku Expo Association, die eine Reihe japanischer Doujinshi-Zeichner mitgebracht hatten, denen beim Zeichnen zugesehen werden konnte. Desweiteren wurden auch die Trading Card- und Games-Liebhaber hier fündig, da beide Bereiche mit in die Halle integriert waren, ebenso wie ein Bistro wo Getränke uns Snacks gekauft werden konnten.

Halle 13, welche direkt mit Halle 14 verbunden war, stand ganz im Zeichen der diesjährigen Mottos Creamys Castle, einer Homage an die japanische Entertainment-Serie Takeshis Castle. Dort waren vier Stationen aufgebaut, an welchen zu bestimmten Zeiten die Wettkämpfe stattgefunden haben. Station 1 war ein 60 Meter langer XXL-Hindernisparkour, in welchem man klettern, von Insel zu Insel springen oder auch in die Tiefe springen musste. Hier war gerade für einen Teil der weiblichen Teilnehmer Überwindung gefragt. Die zweite Station war ein Bumper Ball Parkour, gefolgt von der Gladiatoren-Arena. Das Finale stellte eine Partie Lasertag dar. Wer keine Lust hatte sich mit anderen im Wettkampf zu messen, der konnte auch so zwischen den Spielzeiten die einzelnen Stationen ablaufen. Die Warteschlangen dort waren zwar schon etwas länger, aber zumindest unser Team kam beim Hindernis-Parkour zügig dran. Im vorderen Bereich von Halle 13 waren die Workshop-Räume und das Bring & Buy aufgebaut worden. Mit fünf Räumen für Workshops hätte man auch die ganze Messe nur mit Workshops verbringen können. Dort war so ziemlich alles dabei, was das Herz begehrt. Von Cosplay nähen, über Perücken gestalten, Make-up Tutorials und Elektronik-Tutorials bis hin zur Cosplay-Fotografie deckte den Bereich sehr gut ab, es fehlten aber tatsächlich Workshops zum Thema Rüstungsbau.

Die Hauptbühne war in Halle 12 untergebracht. Vor der Bühne waren reichlich Stuhlreihen aufgebaut worden und auch im hinteren Bereich, wo keine Stühle mehr standen, konnten sich Interessierte auf den Boden setzen und dem Bühnenprogramm lauschen. Dadurch konnte auch jeder, der wollte, die verschiedenen Cosplay-Wettbewerbe wie DCM oder dem internen Wettbewerb ansehen. Musik und Showgruppen verteilten sich auf die Hauptbühne und die Cosplay-Stage im CCD Ost.

Zwischen den Hallen befand sich ein großer Außenbereich, wo sich die Stände des J-Food-Festivals angesiedelt hatten. Dort konnten viele verschiedene japanische Snacks, aber auch Pommes, etc. gekauft werden. Außerdem gab es einen Bubble Tea-Wagen und Sphere Bay hatte sogar neben dem Wagen ein eigenes Restaurant. Trotz der vielen Stände gab es vor allem zur Mittagszeit einen viel zu großen Andrang, wodurch es extram lange gedauert hat, bis man endlich sein Essen hatte.

Und zu guter Letzt der Eindruck unseres Redakteurs Cody von den Ausläufern der Veranstaltung im japanischen Garten des Nordparks gegenüber der Messe.

An beiden Tagen hatten wir Glück mit dem Wetter, dass hat man auch unter den Leuten gespürt. Die Stimmung war gut. Es wurde viel Musik gespielt und ich finde, dass in den letzten Jahren  gerade die Bluetooth Lautsprecher sehr auf dem Vormarsch sind. Man hörte sehr viel Metal und K-Pop, was von uns aber nicht als störend war genommen wurde. Natürlich lag der Schgwerpunkt im Japanischen Garten sehr auf Fotografie- und Filmarbeiten. Auch sind mir ein paar Drohnen aufgefallen. Cosplay-mäßig war von den Klassikern wie Naruto und Mirai Nikki bis hin zu neuen Serien alles vertreten. Wie auf dem J Day schon aufgefallen, sind die Overwatch Cosplays sehr auf der Überholspur, ich sah gefühlt an jeder Ecke eine D.VA. Neben der Fotografie gab es natürlich auch sehr viele Fantreffen, Von Pokemon bis Disneys Prinzessinen war alles dabei. Im Park selbst gab es keine Verkaufsstände aber rundherum hatten sich ein paar Merchstände aufgestellt. Nach einem heißen Tag konnte man sich an der kleinen angrenzenden Kirmes noch gut auf dem Weg zum Auto was zu trinken holen. Außerdem gab es ein Schützenfest in der Nähe. Angeblich wurden dort Cosplayer angepöbelt, aber das kann ich nicht bestätigen, da ich das nur über vier Wege mal gehört habe. Als wir daran vorbei gegangen sind habe ich nur die Blicke gespürt, die einem sagten „Iihh, die sehen so komisch aus“. Sonst war die Stimmung super wie schon gesagt. Cosplayer vieler Nationen waren unterwegs, so hab ich welche aus Spanien, Holland und Polen getroffen, die  wohl extra zur DoKomi angereist sind. Die verschiedenen Fantreffen im Park hatten auch alle verschiedne Programmpläne, was die aber genau gemacht haben, weiß ich nicht. Da fehlen mir leider die Infos. Aber ich glaube, soweit ich das beurteilen kann, haben sie so eine Art Schnitzel Jagd gemacht, wie letztes Jahr auf dem Mahou no Yoru-Cosplayball.

 

Unser Fazit:

Lohnt sich! Nein im Ernst, die DoKomi wird von Jahr zu Jahr besser und selbst, wenn man denkt, jetzt geht es nicht mehr besser, setzt die Orga noch eins oben drauf. Definitiv eine der Cons, auf die man sich jedes Jahr besonders freut. Gefallen hat uns besonders die neue und weitläufige Aufteilung durch Nutzung der Messehallen. Man könnte im ersten Moment das Gefühl haben, dass alles etwas zu weitläufig ist, aber wer schon auf den vorherigen Veranstaltungen im CCD Süd gewesen ist, der weiß, dass so ein Gedränge auch nicht optimal ist. So hatte man wenigstens die Möglichkeit, sich in Ruhe die Verkaufsstände und die Fanstände anzugucken ohne, dass man sich erst durch eine Menschenmasse durchquetschen musste. Der Außenbereich wirkte insgesamt etwas kahl und ungenutzt, aber man kann ja nicht immer mit gutem Wetter rechnen und es wäre auch schade gewesen, wenn für draußen angedache Programmpunkte wegen plötzlicher Regenschauer ins Wasser gefallen wären. So hatte man zumindest genug Platz zum entspannen. Daumen hoch für den größtenteils reibungslosen Ablauf!

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*